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Auslandsreise-Krankenversicherung

JustitiaDie BKK PwC darf ihren Versicherten keinen privaten Auslandsreise-Krankenversicherungsschutz zur Verfügung stellen

Das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel hat am 31.05.2016 entschieden, dass Krankenkassen keinen weltweiten Krankenversicherungsschutz anbieten dürfen (Az: B 1 A 2/15 R).

Hintergrund: Die BKK PwC schloss bereits 2007 bei einem privaten Versicherungsunternehmen (PKV) für ihre Mitglieder und deren familienversicherten Angehörigen eine Gruppenversicherung über den Auslandsschutz inklusive Rücktransport ab. Die zuständige Aufsichtsbehörde, das Bundesversicherungsamt (BVA), hatte dieses Vorgehen zunächst genehmigt, dann aber in 2012 die Beendigung dieses Angebots gefordert. Die BKK PwC hat gegen diese Entscheidung den Rechtsweg beschritten. Normalerweise müssen gesetzlich Versicherte selbst eine Police bei einem PKV-Unternehmen abschließen. Das soll nach dem Willen des BSG auch für Versicherte der BKK PwC künftig wieder der Fall sein.

Zur Begründung verwiesen wir, neben erheblichen Einsparungen bei der Verwaltung, auf die "soziale Wirklichkeit". Fast alle Versicherten reisen ins Ausland. Die zwischenstaatlichen Sozialversicherungsabkommen, bspw. der europäischen Staaten, sind vielfach aber nicht praxistauglich. Ein behandelnder Arzt in Spanien möchte nicht die Europäische Krankenversicherungskarte, sondern eine Kreditkarte sehen.

Aus Sicht des BSG gehört ein solcher zusätzlicher Schutz bei Auslandsreisen zur Eigenverantwortung der Versicherten und sei nicht Aufgabe gesetzlicher Krankenversicherungen.

Der Versicherungsschutz endet zum 31. Dezember 2016. Alle Versicherten der BKK PwC werden von uns über die Beendigung der Auslandsreise-Krankenversicherung noch einmal separat in einem Brief informiert.

© 2017 BKK PricewaterhouseCoopers 23. November 2017