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Zuzahlungen

Zuzahlungen müssen von allen Patienten ab dem 18. Lebensjahr für alle medizinischen Leistungen erhoben werden. Dabei gelten klare Belastungsobergrenzen. So darf die jährliche Eigenbeteiligung der Versicherten zwei Prozent der Bruttoeinnahmen nicht überschreiten.

Bei Familien werden die geleisteten Eigenbeteiligungen und die Bruttoeinnahmen des Familienverbundes zusammengerechnet. Bei der Ermittlung des Familieneinkommens werden besondere Freibeträge berücksichtigt.

Unser Tipp: Bitte bewahren Sie die Belege über geleistete Zuzahlungen auf oder führen Sie ein Quittungsheft. So kann Ihnen Ihre BKK zuviel gezahlte Beträge erstatten.

Für chronisch Kranke in Dauerbehandlung reduziert sich die Belastung auf ein Prozent der Bruttoeinnahmen. Als chronisch krank gelten Versicherte, die wegen einer Erkrankung in Dauerbehandlung sind und zusätzlich

  • sich in Pflegestufe 2 oder 3 befinden oder
  • zu 60 Prozent behindert sind oder
  • ohne kontinuierliche Behandlung die Krankheit lebensbedrohend oder lebensverkürzend wäre bzw. die Lebensqualität dauerhaft beeinträchtigen würde.

Die Belastungsgrenze von einem Prozent des Einkommens für Zuzahlungen von chronisch Kranken gilt nur, wenn diese

  • an einem bestehenden strukturierten Behandlungsprogramm (DMP) für chronisch Kranke teilnehmen oder
  • sich laut der Bescheinigung des behandelnden Arztes therapiegerecht verhalten haben.

Darüber hinaus macht der Gesetzgeber in verschiedenen Fällen die Reduzierung der Belastungsgrenze von der Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen abhängig. Wir empfehlen ihnen daher, alle von Ihrer BKK angebotenen Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.

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© 2017 BKK PricewaterhouseCoopers 25. September 2017